Die letzten Monate hatten eine nette Eigenschaft: Der Wechselkurs EUR zu NOK ist inzwischen ca 1:9 und nicht mehr 1:8. Klingt nach keiner grossen Aenderung, macht aber bei der Miete durchaus einige Euro aus
Ein nettes Diagramm hierzu gibts bei Yahoo, Links zum umrechnen hier im Blog an der rechten Seite.
Ich war vorher aus Neugier in einem Vinmonopolet. Eine 0.7l Flasche Jägermeister (oder war es ein halber Liter? Waere noch schlimmer) kostet unglaubliche 329 NOK. Das sind aktuell knapp 39 EUR. Krank
Etwas ungewohnt fuer Deutsche (und weniger fuer Schweden und Daenen): Die Öre, das Aequivalent zum Cent, gibt es nur als 50-Öre-Stueck. Zitat Wikipedia: “Die 1-, 2,- 5-, 10- und 25-Øre-Münzen sind nicht mehr im Umlauf, Preise werden daher in Geschäften bei Barzahlung auf 50 Øre gerundet.”
Den Euro wird es auf mittelfristige Zeit uebrigens nicht geben, Norwegen ist nicht in der EU.
Mit Google koennt ihr uebrigens Preise umrechnen, sie “Links” an der rechten Seite hier im Blog.
Und gleich nochwas gelernt Ö = Ø. Auch die Aussprache ist (meistens?) gleich.
Auf loppemarked.info gibt es unter “Loppemarked” im Menü links einen Kalender mit Flohmarktterminen. Das meiste kriegt man viel billiger als man annimmt. Dem Händler einfach die Hälfte seines Preises vorschlagen – damit sind beide Parteien glücklich. Viel Spaß beim “Handeln”
Auch der Sonntag (18.08.2008) war wieder ereignisreich.
Am Morgen waren wir auf zwei Flohmärkten – anfangs auf der Suche nach einem Fahrrad – und haben diverses erstanden, z.B. eine Pinnwand, einen Spiegel, ein Badschränkchen, ein Popeye-Buch usw.
Mittags haben wir einen leckeren Kuchen gebacken, die Äpfel dafür hat Carlchen bei einem Pakistani-Shop kostenlos bekommen, weil sie schon schrumpelig – aber charakterstark! – waren… Oslo ist nicht immer teuer, aber ein Liter Milch kostet eben trotzdem umgerechnet 1.50 EUR.
Anschließend sind wir zu dritt (mit einem Abstecher zum Hafen) zur Musikhochschule geirrt, wie seit unserer Ankuft war das Wetter fabelhaft
Zum Laufen ist es etwas zu weit, aber dank einer ausgewaderten Freundin von Carlas Mutter haben wir am Abend haben wir dann doch noch ein Fahrrad für Carla bekommen, mit dem sie die nächsten Wochen zur Muho cruisen kann.
Am Abend sind wir dann zu Gerda, der Fahrradfreundin, nach Sandvika gefahren. Allein das war für Markus schon fast wieder ein Abenteuer: Die Norweger haben (für jemanden mit Anwendungsfach “Verkehr”) kuhle Sachen, z.B. einen Kreisverkehr im Tunnel. Mit dem für zwei Wochen geliehenen Rad sind wir dann wieder nach Oslo gefahen, wo wir mal wieder City-Maut zahlen durften – hach da kommt Freude auf.
Gegen 23:30 Uhr waren wir dann endlich zu Hause und sind müde (trøtt) ins Bettchen gefallen.
An unserem zweiten Tag haben wir (Markus, Hendrikje und Carla) uns zu einem Flohmarkt aufgemacht und dort diverse Kleinigkeiten gekauft (u.a. eine wuuuuunderschöne Teekanne
)). Anders als erwartet waren wir begeistert von den kleinen Preisen und der Handelsfreudigkeit der Norweger – zb haben unser Brotkorb, die erwähnte Teekanne, ein blaugläsernes Glas (welches als Zahnputzbecher dient), zwei Vesperdosen und ein Besteckfach umgerechnet 4 Eur gekostet. Der Flohmarkt fand in einem “Kolonihage” statt und die Atmosphäre war sehr familiär mit Kaffe, Waffeln und Hot Dogs die zum Verkauf angeboten wurden – süß.
Anschließend waren wir im Ikea (Hallo Kristina
), zwar waren die Preise leicht angehoben, aber der Aufbau war der gleiche wie in Sindelfingen. Ein spartanischer Hot Dog (ohne Röstzwiebeln und Saueregurken
)kostet hier dafür nur 5 Kronen (knapp 65 Cent). Zum Vergleich: Ein Hamburger kostet bei McDoof und BK mindestens 16 Kronen!
In einem Einkaufszentrum leicht ausserhalb von Oslo haben wir noch Lebensmittel gekauft um abends zu grillen. Einen günstigen Besen konnten wir leider nicht finden.
Abends waren wir dann auf der Museumsinsel Bygdøy (die nicht mal annähernd der in Berlin gleicht) mit Markus´ Engangsgrill direkt am Strand grillen. Für den Engangsgrill gibt es am Strand sogar einen eigenen Mülleimer, leider war der Einwurfschlitz zu klein.
Insgesamt ein schöner Tag und sehr von Vorteil, jemanden dabei zu haben, der sich schon etwas mit Oslo und relativ viel mit Norwegisch auskennt… Danke Hendrikje