Nachdem ja am ersten Oktober meine Diplomarbeit zuende ist, werde ich am 17. Oktober von Muenchen aus mit Norwegian nach Oslo-Gardermoen fliegen. Inklusive 2 Gepaeckstuecke (je 20 kg) und Sitzplatzreservierung hat das ganze knapp 95 EUR gekostet. Bin mal gespannt, ich habe einen Fensterplatz vor der Tragflaeche links
Etwas ungewohnt fuer Deutsche (und weniger fuer Schweden und Daenen): Die Öre, das Aequivalent zum Cent, gibt es nur als 50-Öre-Stueck. Zitat Wikipedia: “Die 1-, 2,- 5-, 10- und 25-Øre-Münzen sind nicht mehr im Umlauf, Preise werden daher in Geschäften bei Barzahlung auf 50 Øre gerundet.”
Den Euro wird es auf mittelfristige Zeit uebrigens nicht geben, Norwegen ist nicht in der EU.
Mit Google koennt ihr uebrigens Preise umrechnen, sie “Links” an der rechten Seite hier im Blog.
Und gleich nochwas gelernt Ö = Ø. Auch die Aussprache ist (meistens?) gleich.
Nein, kein 3-Minuten-Video, Bilder muessen reichen. Ansonsten besucht uns, Platz ist ja auf dem Boden noch wie man sieht =)
In Oslo einen Parkplatz zu finden ist die Hoelle. Fuer die erste Nacht haben wir einen Strafzettel kassiert weil mir nicht ganz klar war wieso der Parkplatz kostenpflichtig sein sollte. Am Samstag waren wir den ganzen Tag unterwegs und konnten durch Glueck einen der kostenlosen Parkplaetze ergattern oder haben zwangsweise am Parkautomaten gezahlt (Preise sogar ueber Stuttgarter Niveau… aber das war ja klar). Samstag Abend bis Sonntag morgen war aber kostenlos. Momentan steht das Auto etwas im Randgebiet vor dem Haus in dem Hendrikje wohnt. Dort komme ich ohne Umsteigen mit der Tram hin.
Tipp: Die Uhrzeitangaben in Klammern auf den Parkplatzschildern beziehen sich auf Samstag. Sonntag kostenlos steht dann meistens auf dem Automaten (Danke Carla!)
Wie in Stuttgart kann man auch in Oslo an einigen Stationen in der Stadt ein Rad ausleihen und dieses innerhalb von ein paar Stunden wieder an einer Station abgeben. Das krasse: Eine Jahreskarte kostet tatsaechlich nur 70 NOK, das Fahren selbst kostet nichts. Das sind nicht mal 9 EUR! Es lebe die Werbefinanizerung.
Infos gibts auf oslobyssykkel.no
Auf loppemarked.info gibt es unter “Loppemarked” im Menü links einen Kalender mit Flohmarktterminen. Das meiste kriegt man viel billiger als man annimmt. Dem Händler einfach die Hälfte seines Preises vorschlagen – damit sind beide Parteien glücklich. Viel Spaß beim “Handeln”
Auch der Sonntag (18.08.2008) war wieder ereignisreich.
Am Morgen waren wir auf zwei Flohmärkten – anfangs auf der Suche nach einem Fahrrad – und haben diverses erstanden, z.B. eine Pinnwand, einen Spiegel, ein Badschränkchen, ein Popeye-Buch usw.
Mittags haben wir einen leckeren Kuchen gebacken, die Äpfel dafür hat Carlchen bei einem Pakistani-Shop kostenlos bekommen, weil sie schon schrumpelig – aber charakterstark! – waren… Oslo ist nicht immer teuer, aber ein Liter Milch kostet eben trotzdem umgerechnet 1.50 EUR.
Anschließend sind wir zu dritt (mit einem Abstecher zum Hafen) zur Musikhochschule geirrt, wie seit unserer Ankuft war das Wetter fabelhaft
Zum Laufen ist es etwas zu weit, aber dank einer ausgewaderten Freundin von Carlas Mutter haben wir am Abend haben wir dann doch noch ein Fahrrad für Carla bekommen, mit dem sie die nächsten Wochen zur Muho cruisen kann.
Am Abend sind wir dann zu Gerda, der Fahrradfreundin, nach Sandvika gefahren. Allein das war für Markus schon fast wieder ein Abenteuer: Die Norweger haben (für jemanden mit Anwendungsfach “Verkehr”) kuhle Sachen, z.B. einen Kreisverkehr im Tunnel. Mit dem für zwei Wochen geliehenen Rad sind wir dann wieder nach Oslo gefahen, wo wir mal wieder City-Maut zahlen durften – hach da kommt Freude auf.
Gegen 23:30 Uhr waren wir dann endlich zu Hause und sind müde (trøtt) ins Bettchen gefallen.
An unserem zweiten Tag haben wir (Markus, Hendrikje und Carla) uns zu einem Flohmarkt aufgemacht und dort diverse Kleinigkeiten gekauft (u.a. eine wuuuuunderschöne Teekanne
)). Anders als erwartet waren wir begeistert von den kleinen Preisen und der Handelsfreudigkeit der Norweger – zb haben unser Brotkorb, die erwähnte Teekanne, ein blaugläsernes Glas (welches als Zahnputzbecher dient), zwei Vesperdosen und ein Besteckfach umgerechnet 4 Eur gekostet. Der Flohmarkt fand in einem “Kolonihage” statt und die Atmosphäre war sehr familiär mit Kaffe, Waffeln und Hot Dogs die zum Verkauf angeboten wurden – süß.
Anschließend waren wir im Ikea (Hallo Kristina
), zwar waren die Preise leicht angehoben, aber der Aufbau war der gleiche wie in Sindelfingen. Ein spartanischer Hot Dog (ohne Röstzwiebeln und Saueregurken
)kostet hier dafür nur 5 Kronen (knapp 65 Cent). Zum Vergleich: Ein Hamburger kostet bei McDoof und BK mindestens 16 Kronen!
In einem Einkaufszentrum leicht ausserhalb von Oslo haben wir noch Lebensmittel gekauft um abends zu grillen. Einen günstigen Besen konnten wir leider nicht finden.
Abends waren wir dann auf der Museumsinsel Bygdøy (die nicht mal annähernd der in Berlin gleicht) mit Markus´ Engangsgrill direkt am Strand grillen. Für den Engangsgrill gibt es am Strand sogar einen eigenen Mülleimer, leider war der Einwurfschlitz zu klein.
Insgesamt ein schöner Tag und sehr von Vorteil, jemanden dabei zu haben, der sich schon etwas mit Oslo und relativ viel mit Norwegisch auskennt… Danke Hendrikje
Am Freitagnachmittag kamen wir im Anker Studentbolig an. In der Rezeption mussten wir – wie üblich in Skandinavien – eine Nummer ziehen und eine Weile warten. Währenddessen haben wir fast einen Strafzettel bekommen – eine dunkle Vorahnung dessen, was sich später noch verwirklichen sollte. Der Angestellte an der Rezeption sprach Deutsch mit uns (Wow!) und gab uns Schlüssel und Papierkram.
Als wir in unser Wohnheimzimmer kamen, waren wir geshockt: wir haben kein Bett, nur zwei spartanische Sofas, dafür extrem detestable Gardinen
Sauber war es auch nicht unbedingt, es waren sogar noch Haare in der Dusche… bäh. Einen eigenen Backofen gibt es nicht, aber auf unserem Flur gibt es eine Gemeinschaftsküche in der wir den Backofen benutzen können.
In den vergangen Tagen ist es uns (und Carlas Sinn fuer Ästhetik!) Dank einem schwedischen Möbelhaus und vergnüglichen Stunden auf Loppedmarketen aber doch gelungen, dieses Loch wie ein gemütliches Zimmer aussehen zu lassen.
Carla hat geputzt und Markus versucht, das ihr über einen Komilitonen gekaufte Rad aufzutreiben. Dafür ist er zum Kringsjå-Wohnheim geirrt – trotz vielen freundlichen und hilfsbereiten Norwegerinnen leider erfolglos, da der Hüter des Fahrrads gerade nicht in Oslo weilt… dauert wohl noch
Unsere neue Behausung ist vor allem eines – interessant und vielseitig. Wer Berlin-Kreuzberg kennt wird es in Gamle Oslo wieder finden können. Skurrile Gestalten, multikulturelle Lebensmittelgeschäfte (zur Freude von Carla), Kneipen, Diskos, Grafitti, Dreck und Dealer
In regelmäßigem 5-Minutentakt hören wie die idyllische Polizeisirene und zu unserem Schutz patrullieren Wachmänner um das Haus. Nach anfänglichem Skrupel ist es doch eine Gegend, die ihre Vorzüge hat – zb preiswerte Lebensmittel beim Türken (Afghanen, Pakistani …) – und an die wir uns schon fast gewöhnt haben
13.08.2008
16:10 Uhr: Flo und Markus fahren gleich und holen das Auto.
17:10 Uhr: Der Schock: Wir haben einen Chrysler Voyager, Diesel und Automatik. Wow 
20:00 Uhr: Losfahren in Esslingen
14.08.2008
4:15: Wir fahren auf die Faehre in Puttgarden (Fehmarn)
5:15: Wir sind in Daenemark 
7:00: Fruehstueck bei Kristina und Nadine in Kopenhagen
7:45: Schlafen!
16:00: Bummel durch Kopenhagen, dann leckeres Abendessen… Lachs-Pie!
15.08.2008
5:00: Abfahrt nach Oslo
12:00: Shopping in Götheburg. Weil in Schweden ist ja alles billiger 
14:00: Wir fahren ueber die Grenze nach Norwegen.. und das erste was man natuerlich machen musste ist Maut zahlen 
15:00: Wir sind in Oslo.. die Fahrt rein ist genial.. man faehrt erst ja von Schweden aus durch die Berge und fahert dann von suedwesten in die “Meeresbucht” von Oslo hinein.. genial.
16:30: Wir betreten unser Wohnheimzimmer
Mehr dazu spaeter.